Willkommen bei der BUND Ortsgruppe Euskirchen!
Interessieren Sie sich für Euskirchens Umwelt und Natur?
Dann sind Sie hier genau richtig!
Hier erfahren Sie alles über aktuelle Umweltmaßnahmen, erhalten Anregungen für Ihre Freizeit und viele Informationen zu Weiterbildungen und anderen Angeboten. Schauen Sie sich einfach um!
Mitgliederversammlung
Am Freitag, den 27. Januar 2012 findet um 19.00 Uhr unsere Mitgliederversammlung im City-Forum statt. Dazu laden wir herzlich ein!
Die OG Euskirchen hatte noch nie so viele Mitglieder und Aktive wie in den letzten drei Jahren und trotzdem steht es schlecht um den der Fortbestand des BUND in Euskirchen. Leider gehören zu einem Umweltverband auch allerlei Bürokratie, Gremien, Behördentermine und Beteiligungsverfahren. Vorbei sind die Zeiten, in denen noch mit harten Bandagen um Posten und Pöstchen gekämpft wurde. Wir werden uns in der Mitgliederversammlung Gedanken über eine Neustrukturierung der OG machen müssen. Die vielfältigen Umweltprobleme, die auch vor Euskirchen nicht halt machen, erfordern das Engagement vieler Natur- und UmweltschützerInnen und nicht nur das von ein paar EinzelkämpferInnen. Und die Ortsgruppe braucht einen Rahmen und einen Platz unter dem Dach der großen BUND-Familie. Deshalb werden Paul Kröfges, BUND Landesvorsitzender NRW und Holger Sticht, stellvertretender Landesvorsitzender bei uns zu Gast sein und wir werden gemeinsam versuchen, die Rahmenbedingungen innerhalb des Verbandes für die OG Euskirchen zu verbessern.
Das letzte Jahr war ja sehr Antiatom bewegt, auch in Euskirchen. Chris Weise von Antiatom Euskirchen wird mit uns zurück auf 2011 blicken und danach nach vorn. Man gewinnt den Eindruck, dass die UmweltschützerInnen wieder etwas zurück zu ihren Wurzeln finden. Auch Artenschutz und Pflegemaßnahmen haben wieder einen höheren Stellenwert in der OG, besonders auch für die jungen Menschen. Etwa ein Drittel unserer Mitglieder ist unter 25 Jahre und wir haben wir jetzt noch eine Baustelle „BUNDjugend“! Deshalb, auch die U25 – jährigen sind eingeladen! Es ist schließlich Eure Zukunft und für wen tun wir „Alten“ das alles? Für Euch natürlich! Ein Bisschen auch für die Steinkäuze, Fledermäuse, Bäume, Spinnen, Libellen, Frösche, Orchideen, ……
Trotz der zu erwartenden Strukturdiskussion, werden wir versuchen, den Abend interessant und kurzweilig zugestalten, soweit das im Rahmen einer Mitgliederversammlung möglich ist.
Für Samstag, den 11. Februar 2012 ruft AntiAtom zu einer
Mahnwache und Kundgebung in Euskirchen auf.
Um 5 nach 12 gibt es eine Gedenk- und Schweigeminute für die Opfer von Fukushima.
Treffpunkt: ab ca. 11:30 Uhr am Alten Markt
hier ist außerdem zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr ein Infostand aufgebaut
Bundesweit werden an diesem Tag Mahnwachen abgehalten, auch die Gedenkminute ist zeitlich abgestimmt.
(Wer kann und möchte, kann natürlich auch gerne schon früher kommen.)
Weitere Veranstaltungen:
AntiAtom- Großdemo NRW, am 1. Jahrestag der (Fukushima-) Katastrophe,
am 11. März 2012 in Gronau an der Urananreicherungsanlage (UAA).
25. Februar: "Dem Castor entgegen" (Autobahnaktionstag, mit Kundgebungen in Ahaus und in Jülich)
Der diesjährige (AntiAtom-) Ostermarsch NRW findet am Ostermontag in Jülich statt.
Antibiotika-Resistenzen durch Hähnchenfleisch stoppen!]
Liebe Freundinnen und Freunde einer nachhaltigen Landwirtschaft,
zur Bekämpfung von Krankheiten können Antibiotika lebenswichtig sein. Oft wirken sie aber nicht, da Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika gebildet haben. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts sterben in Deutschland jedes Jahr rund 15.000 Menschen an Infektionen, bei denen Antibiotika nicht mehr helfen konnten. Ein möglicher Übertragungsweg für diese resistenten Bakterien sind Lebensmittel, vor allem Fleisch aus industrieller Tierhaltung. In Großmastanlagen werden Hähnchen unter so schlechten Bedingungen gehalten, dass viele Tiere ohne massiven Einsatz von Antibiotika nicht bis zur Schlachtung überleben würden. Durch den Missbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung werden immer mehr resistente Bakterien "gezüchtet".
BUND deckt auf: antibiotikaresistente Erreger auch im Supermarkt
Der BUND hat das Hähnchenfleisch bei fünf großen Handelsketten in Deutschland unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Auf mehr als jeder zweiten Stichprobe fanden wir antibiotikaresistente Bakterien (ESBL- und MRSA-Keime). Die Keime können bei der Zubereitung des Fleischs leicht auf den Menschen übertragen werden. Das ist nicht nur gefährlich, weil sie bei anfälligen Menschen schwere Erkrankungen auslösen können. Schlimmer noch – diese Keime können ihre Unempfindlichkeit auf andere Erreger übertragen, die dann ebenfalls nicht mehr mit Antibiotika zu bekämpfen sind.
Sie haben das satt? Jetzt aktiv werden!
Bei den Handelsriesen Lidl, Edeka und Rewe wurden antibiotikaresistente Bakterien im Hähnchenfleisch der Hersteller "Wiesenhof", "Sprehe" und "Stolle" festgestellt. Sie beherrschen große Teile des deutschen Lebensmittelmarkts und können Standards setzen. Der BUND fordert die Konzerne deshalb dazu auf, belastetes Fleisch sofort aus den Regalen zu nehmen. Außerdem müssen sie Druck auf ihre Lieferanten machen - für eine tiergerechte Haltung und deutlich weniger Antibiotikaeinsatz.
Unterstützen Sie jetzt unseren Aufruf!
Herzliche Grüße aus Berlin
Reinhild Benning, Lynn Gogolin-Grünberg und Norbert Franck
für das BUND-Agrarteam
Kleines Nachtpfauenauge ist Schmetterling des Jahres 2012
Presseinformation
Düsseldorf, 15.12.2011 – Das Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia) wurde von der BUND NRW Naturschutzstiftung und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. zum Schmetterling des Jahres 2012 gekürt. Mit dieser Wahl macht die Jury auf einen der größten und farbenprächtigsten Nachtfalter hierzulande aufmerksam. Die Flügel der Männchen des Kleinen Nachtpfauenauges sind kontrastreich orange, weiß, schwarz und meist auch rosa gefärbt. Die Weibchen sind unauffälliger, aber mit einer Spannweite von über acht Zentimetern deutlich größer als die Männchen. Seinen Namen verdankt der Falter ausgeprägten augenähnlichen Flecken auf den Flügeln. Sie dienen zur Abschreckung von Feinden. Die Schmetterlinge nehmen keine Nahrung auf. Sie zehren allein von den Reserven, die sie sich als Raupen angefressen haben. Daher leben die Falter nach ihrem Schlüpfen nur wenige Tage.
Die Weibchen des Kleinen Nachtpfauenauges halten sich tagsüber versteckt und geben einen Sexuallockstoff ab, um Männchen anzulocken. Die Männchen nehmen diesen Duft kilometerweit mit ihren großen fächerförmigen Fühlern wahr und finden so zu den Weibchen.
Im Spätsommer spinnen sich die Raupen des Kleinen Nachtpfauenauges in einen festen Kokon ein. Die Schmetterlinge schlüpfen im Frühjahr des nächsten Jahres, teilweise aber auch erst im übernächsten Jahr. Letztere werden „überliegenden“ Puppen genannt und sichern den Fortbestand der Art, falls einmal die gesamte Jahres-Population durch Krankheiten oder bei klimatisch sehr ungünstigen Bedingungen sterben sollte.
Das Kleine Nachtpfauenauge ist in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet. Sein Lebensraum sind naturnahe offene Landschaften, teilweise auch verwilderte Gärten. In Städten, größeren geschlossenen Waldgebieten und ausgeräumten Agrarlandschaften fehlt der Schmetterling. Als Folge des fortschreitenden Landschaftsverbrauchs ist der Bestand des Kleinen Nachtpfauenauges in einigen Regionen Deutschlands stark zurückgegangen. Dort steht es auf der Vorwarnliste gefährdeter Tiere.
Seit 2003 wird der "Schmetterling des Jahres" von der Stiftung des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gekürt, um auf die Artenvielfalt – und ihre Bedrohung – aufmerksam zu machen. Von den rund 3.700 heimischen Schmetterlingsarten zählen nur etwa 190 Arten zu den Tagfaltern, der überwiegende Teil sind Nachtfalter.
Jochen Behrmann
Röhrenkontrolle
Am 19. November war die "Putzkolonne" des AK Steinkauz zur Röhrenkontrolle unterwegs. Weil die Putzaktion immer einige Stunden Zeit in Anspruch nimmt, traffen sich die BUNDlerInnen bei schönstem Herbstwetter schon um 12.00 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen am Erfttreff. Monika May gab noch einige Anweisungen zum richtigen Umgang mit Röhren und Käuzen und zeigte die Erfolgsbilanz des Jahres auf.
Außergewöhnlich, in einer Röhre in Wüschheim erblickten fünf junge Eulen das Licht der Welt. Aber nicht alle Steinkauzröhren zeigten Bruterfolge. Wenn der Steinkauz die Röhre nicht belegt, findet sich ein anderer Mieter. Stare lieben Steinkauzröhren, machmal findet man auch peliige Bewohner, wie Haselmaus und Marder. Insgesamt betreut der AK Steinkauz 70 Röhren rund um Euskirchen unter der Federführung von Monika und Stefan May und den wachsamen Augen von Josef Peter Müller (www.egeeulen.de).
PRESSEinformation
BUND fordert Abkehr von Intensivmast und rechtliche Konsequenzen für Hähnchenmäster – Auch der Antibiotikaeinsatz in der Putenmast muss auf den Prüfstand
Düsseldorf, 15.11.2011 – Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hält es angesichts des heute bestätigten, massiven Antibiotikaeinsatzes in der Hähnchenmast für unabdingbar, die Hähnchenhaltung grundlegend neu auszurichten und ab sofort den Medikamenteneinsatz noch engmaschiger zu kontrollieren. Ferner müsse Betrieben, die wiederholt missbräuchlich z.B. nur ein bis zwei Tage lang Antibiotika einsetzen, die Erlaubnis zur Tierhaltung entzogen werden. „Die Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zum Antibiotikaeinsatz bei Masthähnchen ist eine Bankrotterklärung der Geflügelindustrie“, so Paul Kröfges, Landesvorsitzender des BUND. „Wenn in vier von fünf Mastdurchgängen den Tieren Antibiotika verabreicht werden, läuft hier die Tierhaltung völlig aus dem Ruder und gefährdet auch die Gesundheit der Verbraucher.“ Als weitere Konsequenz aus der Studie ruft der BUND Landwirtschaftsminister Johannes Remmel dazu auf, nun ebenso den Einsatz von Antibiotika in der Putenmast systematisch unter die Lupe zu nehmen.
Aus Sicht des BUND muss die Studie auch juristische Folgen haben: Jene Betriebe, die laut LANUV nur ein bis zwei Tage lang Antibiotika verabreichen, handelten wegen der Gefahr der Resistenzbildung absolut inakzeptabel und unzulässig. Es läge der Verdacht nahe, dass kurzzeitige Verabreichungen allein das Wachstum der Tiere fördern sollen, was jedoch in der EU seit dem Jahr 2006 verboten und konsequent zu ahnden sei. „Hier muss man offen die Frage stellen, ob Mäster, die weder ihrer Verantwortung vor den Tieren noch vor der menschlichen Gesundheit gerecht werden, überhaupt geeignet sind, Tiere zu halten“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Wie dringend gehandelt werden müsse, zeige eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung, bei der an rd. 22% der Hähnchenfleisch- und 42 % der Putenfleischproben multiresistente Bakterienstämme nachgewiesen wurden.
Als zentrale Ursache für den häufigen und offenbar systematischen Medikamenteneinsatz sieht der BUND die hohe Besatzdichte in den Ställen und die enormen Bestandsgrößen, bei denen einzelne erkrankte Tiere praktisch kaum erkannt und in ‚Krankenabteile’ ausgesondert werden können. Die Gefahr einer schnellen Ausbreitung von Krankheiten sei hier besonders groß. „Es ist systembedingt, zehntausenden Tieren gleichzeitig – darunter auch vielen gesunden - Arzneimittel zu verabreichen“, so Bilke. „Solange sich hieran nichts ändert, ist ein weiterer hoher Antibiotikaeinsatz vorprogrammiert.“
Der BUND sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in der Pflicht, nun schnellstens und sehr grundlegend die Haltungsbedingungen zu verbessern. Dazu gehören geringere Besatzdichten, kleinere Bestände, verringerte Gruppengrößen und der Auslauf ins Freie ebenso wie das Ende der einseitig auf extrem schnelles Wachstum ausgerichteten Zucht und Turbomast zugunsten robusterer und gesünderer Tiere. Die NRW-Landesregierung müsse ihrerseits auf Bundesebene Druck machen und eine Vorreiterrolle für den Tier- und Verbrauchschutz einnehmen.
Für Rückfragen:
Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW, Tel. 0211 / 302005-20 bzw. mobil 0163 / 5456310







